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PEP, eine Klopftechnik – Was ist das?

Tina Reinhardt

PEP, eine Klopftechnik – Was ist das?

PEP – Was das Klopfen in der Therapie wirklich bringt

Das Klopfen hat in der Traumatherapie in den vergangenen Jahren eine besondere Bedeutung erlangt. Immer mehr klinische Studien beweisen und zeigen auf, was diese Form der Behandlung, auch als PEP bekannt, bewirken kann. Es erzeugt eine Selbstwirksamkeit, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Das Klopfen PEP ist ein fester Bestandteil in der Therapie von Traumata geworden. Mit diesem Artikel möchte ich aufzeigen, was genau mit der Begrifflichkeit gemeint ist und was diese Form der Selbstbehandlung bringt.

Klopfen als Therapie: Was soll das neue „Wunder“ bringen?

Die Klopftechniken sind keine neuen Wunderwaffen, jedoch hat diese Methode erst seit ein paar Jahren Zuspruch gefunden. Erfunden hat sie der Arzt George Goodheart. Er erkannte, dass das Berühren verschiedener Körperstellen Stress vermindern kann.

Die Psychologie hat dieses Verfahren schnell für sich entdecken können und stellte fest, dass man durch verschiedene Arten des Klopfens positive Effekte hervorrufen kann. Die Meinungen zu diesem Verfahren sind sehr verschieden. Eines haben aber alle Klopftechniken gemeinsam, was sich in den Wirkhypothesen zeigt.

Welche Wirkungshypothesen hat das Klopfen PEP

Bei einer klassischen Klopftechnik geht man davon aus, dass die Berührung der Körperstellen aufgrund der Energieflüsse funktioniert, wobei die Energie durch die Meridiane fließt. Zu vergleichen mit der Akupunktur. Hier wird es nun interessant, denn ich möchte Ihnen die Wirkungsweisen des PEP Klopfens beschreiben.

  • Selbstberuhigung: Hirnforscher haben erkannt, dass die Selbstberührung dazu führt, Stress massiv abzubauen. Man beruhigt sich und kann Stressmomente schnell vermindern.
  • Neuro-Biologischer Ansatz: Es ist bekannt, dass Ängste und Phobien im Mittelhirn ihren Ursprung haben. Dort sitzt das limbische System, welches für Emotionen und Triebe zuständig ist. Durch äußere Reize sollen die Angstströme und Auslöser unterbrochen werden.
  • Neuro-Hormonale Wirkung: Dabei geht man davon aus, dass die Berührung der Haut Stress vermindert. Zusätzlich soll durch das Klopfen/PEP auf der Hautoberfläche Dopamin ausgeschüttet werden.
  • Zunahme des kortikalen Blutflusses: Man kann davon ausgehen, dass die Berührung der Fingerkuppen und Gesichtshaut zu einer besseren Durchblutung in der Großhirnrinde führen kann.

Die Lösungsblockade Klopfen

Wer nach Lösungsblockaden sucht, wird bemerken, dass es laut der Wissenschaft zwei große Bereiche zu unterteilen gilt. Es gibt zum einen Blockaden und Probleme, die im Mittelhirn sitzen und eine körperliche Erscheinung verdeutlichen. Dazu gehören beispielsweise Phobien. Zum anderen sind Problematiken zu finden, die im Vorderhirn ihre Verankerung haben und Glaubenssätze beinhalten. Also Dinge, an die wir glauben oder die uns in unserer Kindheit vermittelt wurden. Man könnte auch sagen, dass dort die Probleme mit der eigenen Person sitzen.

Durch das Klopfen PEP kann man diese Blockaden lösen. In der Therapie wird es gerne in Zusammenhang mit Verhaltenstherapien angewendet. Dazu ist es erforderlich, dass Sie das Klopfen PEP selber durchführen, um die Selbstwirksamkeit zu erfahren. Natürlich bringt Ihnen der Therapeut die Technik genau bei und Sie Klopfen während der Sitzung gemeinsam zu Übungszwecken. PEP wird übrigens auch bei aufsteigenden Angstattacken eingesetzt.

Ist die Hilfe durch PEP garantiert?

Nein, das ist sie nicht. Jeder Mensch ist anders und reagiert auf Therapiearten unterschiedlich. Viele Personen reagieren sehr positiv auf das Klopfen und es hilft ihnen, den momentanen Stress abzubauen. Bei anderen Menschen bringt PEP nicht viel und es wird nach alternativen Methoden gesucht, die es wirklich gibt. Dazu erfahren Sie in späteren Beiträgen mehr.

 

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