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Warum ein Tagebuch die Erinnerungsarbeit unterstützt

Tina Reinhardt

Warum ein Tagebuch die Erinnerungsarbeit unterstützt

Die Gedanken sind frei

Das Tagebuch ist bei den meisten jungen Menschen eine beliebte Form, um sich die Gedanken von der Seele zu schreiben. Als Erwachsener nutzt man diese Möglichkeit der Reflektion nur selten. Der Grund ist fehlende Zeit, Scham und oftmals auch die Hürde, sich mit den eigenen Gedanken zu befassen. Dabei kann Schreiben eine Therapie sein.

Therapie und Schreiben, eine Kombination, die seit vielen Jahrzehnten besteht, aber leider nur selten aus eigenem Antrieb zur Anwendung kommt. Das Tagebuch nimmt in der Therapie bei einer Erinnerungsarbeit viel Platz ein und ich möchte Ihnen verraten, warum.

Lassen Sie Ihre Gedanken in einem Tagebuch frei

Es gibt ein Lied, welches ein bekanntes Zitat enthält „die Gedanken sind frei.“. Genau dieser Satz beschreibt die beste Funktion eines Tagebuchs, wenn es als Therapieform genutzt wird. Therapie und Schreiben beinhaltet das Aufschreiben von Gedanken, bewegenden Glaubenssätzen und dem Loslassen dieser Gedankenkreisel.

Beim Schreiben setzt sich jeder von uns mit den Dingen auseinander, die ihn belasten oder ihm das Leben erschweren. Das Tagebuch dient in der Therapie also dazu, sich selber zu reflektieren, Gedanken aus dem Kopf freizulassen und somit eine neue Leichtigkeit zu verspüren.

Erinnerungsarbeit in einem Tagebuch umsetzen

die Erinnerungsarbeit ist in der Therapie sehr wichtig, vor allem dann, wenn es um traumatische Erlebnisse geht. Der Mensch verdrängt gerne Tatsachen und Realitäten, um sich mit dem Schmerz, der Enttäuschung und anderen Gefühlen nicht auseinandersetzen zu müssen. Die Aufarbeitungen derartiger Erinnerungen sind wichtig, um einen Heilungsprozess und damit ein angenehmeres Leben führen zu können. Durch das Aufschreiben der Gedanken und das Widerspiegeln der Erinnerungen können Tatbestände und andere Probleme an die Oberfläche gelangen.

Aus diesem Grund nutzen viele Therapeuten das Therapietagebuch. Dort werden nicht nur Therapiestunden erfasst, sondern es gibt Raum für die Erfassung der eigenen Gedanken.

Wählen Sie das richtige Medium

Das Schreiben des Tagebuchs muss nicht eine therapeutische Maßnahme sein. Sondern es kann auch der eigenen Erfassung von Gefühlen und Problemen dienen. Beginnen Sie mit dem Aufschreiben und lernen Sie sich selber besser erkennen. Zusätzlich haben Sie das Gefühl, Ihnen fällt eine Last von den Schultern, denn Sie schreiben das Problem, die Sorgen und die Ängste auf. Dadurch bekommt man selber das Gefühl, die Belastung ausgesprochen zu haben, ohne dass es jemand mitbekommt. Man kann so besser loslassen und verarbeiten.

Das Tagebuchführen kann:

  • schriftlich erfolgen.
  • mittels Sprachnachrichten und Audios verfasst werden.
  • digital umgesetzt werden.
  • per Videobotschaft erfolgen.

Tagebuch als Therapie: Anschub zur eigenen Veränderung

Das Führen eines Tagebuchs kann Kreativität fördern und der Anschub für eine Veränderung sein. Schreiben als Therapie ist nicht nur ein Lösungsansatz für Probleme, es schafft die Möglichkeit, sich und sein Verhalten zu analysieren. Dadurch kommt es oftmals zu einer Einsicht und einer Verhaltensänderung.

In einem Tagebuch zur Erinnerungsarbeit können Gefühle, Gedanken, Situationen enthalten sein. Probieren Sie es aus und nehmen Sie sich Zeit zum Schreiben. Nutzen Sie einige Minuten und schreiben Sie Ihre Gefühle am heutigen Tag auf oder lassen Sie ihn noch einmal in Gedanken passieren.

Ein Tagebuch in der psychologischen Beratung

Gerne können Sie ein Tagebuch mit zu mir in die psychologische Beratung nehmen. Natürlich entscheiden Sie, was und ob Sie etwas daraus teilen möchten. Wir können über das Geschriebene sprechen und gemeinsam schauen, wie es Ihnen damit geht. Bei der nächsten Sitzung rede ich mit Ihnen über die neuesten Einträge.

 

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