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Schreiben als Therapie-Maßnahme

Tina Reinhardt

Schreiben als Therapie-Maßnahme

Schreiben als Therapie: Kann Schreiben die Therapie unterstützen?

Schreiben als Therapie? Ist das wirklich sinnvoll. Menschen notieren seit vielen Jahrhunderten ihre Gedanken und sind dabei angehalten, sich immer an den eigenen Erfahrungen zu orientieren. Jeder von uns verarbeitete seine Gedanken und Erlebnisse anders. Die einen greifen zum Papier und Stift, der Nächste muss in einem Gespräch darüber berichten.  Bücher im klassischen Sinne sind bei den wenigsten eine deutliche Verarbeitungsstrategie. Wesentlich intensiver wird das Tagebuch von den meisten Menschen genutzt.

Von Psychologen wird das Tagebuch und das Aufschreiben bestehender Gedanken und Emotionen sehr oft genutzt. Denn kaum ein anderes Medium reflektiert die eigene Person besser.

Schreiben als Therapie: Wie setzen Menschen sich mit Problemen auseinander

Jeder Mensch geht mit seinen Problemen anders um. Die meisten versuchen sie zu lösen, indem sie einen Weg finden, der die Problematik behandelt und bearbeitet. Haben Sie gelegentlich das Verlangen die Dinge die Ihnen widerfahren aufzuschreiben. Sie sich einfach von der Seele zu schreiben. Dann geht es Ihnen wie vielen anderen Menschen. Durch das Schreiben beginnen Sie sich mit dem Geschehnis auseinanderzusetzen. Dabei kratzen Sie nicht nur oberflächlich an der Problematik. Sie graben tiefer und werden auch tief liegende Probleme mit dem Stift in der Hand verarbeiten.

Therapeutisches Schreiben als Therapiemaßnahme

Nicht jedem von uns sind die goldenen Worte in den Mund gelegt und nicht jeder von uns möchte über die Probleme sprechen, die ihn belasten. In diesem Fall greifen viele Therapeuten zum Schreibwerkzeug und fordern ihre Klienten auf, dass Geschehene aufzuschreiben und somit die eigenen Probleme zu reflektieren. Das kreative Schreiben wird dabei nicht in den Vordergrund gestellt, sondern viel mehr das Führen eines therapeutischen Tagebuchs. Der Vorteil dieser therapeutischen Maßnahme ist, dass Sie nicht nur das Erlebte aufarbeiten, sondern ihre Handeln immer wieder betrachten können.

Regelmäßiges Schreiben kann dabei helfen, Gedanken und Gefühle zu verstehen und Vergangenes zu verarbeiten.

Kreatives Schreiben als Therapiemaßnahme

Auch das kreative Schreiben kann als Hilfsmittel zum Verarbeiten verwendet werden. Nicht jeder möchte ein Tagebuch schreiben, kann seine Gedanken und Gefühle allerdings in Geschichten verarbeiten. Deswegen ist das Schreiben kreativer Geschichten als Therapiemaßnahme nicht unbedingt auszuschließen.

In einigen Romanen und Geschichten stecken oftmals Erlebnisse des Autors, die er nach seinen Vorstellungen umwandelt und nach seinen Wünschen ausgehen lässt. Die Handlungen sind dabei meist realistisch und zugleich Fiktion.

Ein Tagebuch im therapeutischen Sinne kann natürlich auch kreative Aspekte enthalten.

Schreiben als Therapie: Tipps für den Anfang

Schreiben als Therapie anzusehen, bedeutet auch, irgendwann die Finger über die Tasten gleiten zu lassen oder einen Stift in die Hand zu nehmen. Sie finden, dass Sie zum Schreiben nicht geboren sind? Das ist nicht schlimm, denn es geht nicht um die Schönheit der Schriftform, sondern um das Verarbeiten Ihrer Probleme und Situationen.

Schreiben Sie immer dann, wenn es Ihnen leichtfällt die Worte zu finden. Zwingen Sie sich niemals, das Schreiben zu beginnen. Wer den Anfang nicht findet, kann für Stimulation sorgen. Dazu können Sie Fragen verwenden „Wie fühle ich mich?“ oder „Was ist mir heute passiert?“.

Das Schreiben einer Geschichte oder eines Tagebuchs kann die psychologische Beratung nicht vollständig ersetzen. Es hilft, Situationen zu verarbeiten, jedoch sollten Sie bei fehlender Besserung eine psychologische Beratung aufsuchen. Schreiben wird unterstützend zur Beratung angewandt.

 

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