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Kommunikationstraining – die Kommunikation lernen

Tina Reinhardt

Kommunikationstraining – die Kommunikation lernen

Wir können nicht, nicht kommunizieren

Die Kommunikation ist allgegenwärtig. Der Mensch ist durchgehend damit beschäftigt, seine Gefühle, Gedanken und Emotionen auszudrücken. Das muss nicht durch den Gebrauch der Sprache erfolgen, sondern auch die Körperhaltung verrät viel über die Person. Auch Schweigen ist eine Art Kommunikation. Wir können also nicht, nicht kommunizieren.
Die Kommunikation ist für zwischenmenschliche Beziehungen besonders wichtig. Dabei gilt dies nicht nur für Paare, sondern für alle Verbindungen. Leider haben wir Menschen verlernt, richtig zu kommunizieren, obwohl wir den ganzen Tag sprechen, Gestiken übermitteln und uns mitteilen. Das Verständnis und die richtige Kommunikation führen zum Schlüssel erfolgreicher Beziehungen.
Um die richtige Kommunikation in den Alltag wieder einbinden zu können, sollten wir wieder lernen, wie man richtig miteinander kommuniziert.

Verbale, paraverbale und nonverbale Kommunikation – was heißt das

Es gibt drei Arten der Kommunikation, die nicht zwangsläufig mit dem gesprochenen Wort verbunden sind. Anhand des Schaubildes kann jeder erkennen, welche Kommunikationsformen es gibt und wie diese sich im Alltag äußern.

Selbst wenn die verbale Sprache verwendet wird, so tauschen wir untereinander Mimiken und Gestiken aus und vermitteln mit der paraverbalen Kommunikationsebene eine gewisse Grundstimmung. Dazu ein Beispiel: Mit dem Satz „Mir ist kalt“ können verschiedene Ebenen der Kommunikation angesprochen werden.

  1. Verbal: Die Aussage „Mir ist kalt.“. Der Satz könnte in diesem Zusammenhang auch als Feststellung gedeutet werden.
  2. Nonverbal: Ausdruck durch ein verzogenes Gesicht, das Reiben der Hände oder zittern. Es wird eine Handlung absolviert, die den Zustand anzeigt.
  3. Paraverbal: Durch die Stimmenlautstärke und den Ton kann man einen derart kurzen Satz als Aussage, Vorwurf oder als Bitte formulieren.

Die richtigen Worte finden

Oftmals spielen die richtigen Worte eine Rolle, wenn es um die Konfliktbewältigung geht. Das Finden dieser Worte ist nicht immer leicht, kann aber geübt werden. Wo kann das Kommunikationstraining helfen?

  • bei Ehekonflikten
  • im Familienleben
  • bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten
  • im Konflikt mit den eigenen Kindern
  • wenn Problemen mit dem Chef oder den Arbeitskollegen auftretten
  • bei Problemen im Alltag

Sender und Empfänger

Die Kommunikation kann nicht nur durch die Arten beschrieben werden, sondern auch durch den Ausdruck. Um die richtige Sprachfarbe zu finden und Konflikte zu vermeiden, sollten Sie wissen, dass es einen Sender und Empfänger gibt.  Der Sender ist die Person, die ein Anliegen hat.  Der Empfänger ist der Sprachbeteiligte, der eine Nachricht empfängt.  Die Auswertung dieser Nachricht erfolgt auf  vier Ebenen.

  1. Sachebene
  2. Selbstkundgabe
  3. Beziehungsseite
  4. Appellseite

Nutzen wir den Satz „Mir ist heiß“. Auf der Sachebene würde dieser Satz die Schlussfolgerung „die Temperatur ist hoch“ mit sich bringen.  Die Selbstkundgabe kennzeichnet sich durch eine Aussageform, die der Sende mehr sich selber mitteilt: „Wenn es doch kälter wäre.“ Betrachtet man die Beziehungsseite, könnte dieser Satz folgende Schlussfolgerung beim gemeinsamen Kuscheln hervorbringen: „Ich finde es mit dir unbequem.“ Schlussendlich löst der Satz mit der richtigen paraverbalen Ebene einen Appell aus: „Geh weg!“.

Tipps für gute Kommunikation

Die Kommunikation kann verschiedene Auswirkungen mit sich bringen. Dabei spielen die Tonfarbe und die Gestik eine besondere Rolle. Um richtig zu kommunizieren, sollten Sie diese Tipps beherzigen:

  1. Bei einem Streitgespräch bei sich bleiben. Tief durchatmen kann Ihnen dabei helfen. Es ist wichtig, dass Sie sich mit Ihren Gedanken beschäftigen und die eigenen Wünsche definieren.
  2. Ohne Vorwürfe in das Gespräch gehen. Vermitteln Sie, wie es Ihnen mit der Situation ergeht, jedoch ohne Vorwürfe anzuwenden. Wichtig ist deutlich zu machen, dass Sie nicht von der Person enttäuscht oder genervt sind, sondern von der Situation.
  3. Eigene Wünsche vermitteln. Einen Wunsch zu äußern kann Ihnen helfen, Ihre Gefühle und Gedanken genauer zu erklären. Dabei sollten Sie jedoch nicht davon ausgehen, dass alle Anliegen erfüllt werden.
  4. Sich verdeutlichen, dass die Körpersprache und auch das Schweigen Nachrichten übermitteln.

 

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