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Soziale Isolation-Familienkonflikte

Tina Reinhardt

Soziale Isolation-Familienkonflikte

Sandra und ihre Familie

Sandra ist eine berufstätige Mutter, die mit ihrem Partner zusammen einen ganz gewöhnlichen Alltag beschritt. Wie bei wahrscheinlich einem Großteil der deutschen Familien, waren auch hier beide Eltern berufstätig. Für gewöhnlich verließen Sandra und ihr Mann gemeinsam am Morgen das Haus und erledigten über den Tag die anfallenden Aufgaben und Verpflichtungen. Ihre gemeinsame Tochter besuchte in dieser Zeit die Schule und ging anschließend diversen Freizeitaktivitäten nach. Es gab nur selten Familienkonflikte.

Corona, Isolation und Familienkonflikte

Wie viele Familien, mussten auch sie sich mit Corona und den einschränkenden Maßnahmen abfinden. Am Anfang lief das engere Zusammenleben reibungslos und die Familie genoss die unerwartete intensive Zeit miteinander. Durch Homeschooling, Homeoffice und das permanente Zusammensein erhitzen sich die Gemüter. Streit und Meinungsverschiedenheiten wurden häufiger und es kam am Frühstückstisch zum Streit. Eine unüberlegte Aussage des Familienvaters brachte Sandra auf die Palme. Sie fand sich ungerecht behandelt und angegriffen. Unüberlegt griff sie nach der dem Glas was vor ihr stand und warf es wutentbrannt ihrem Mann entgegen.

Wenn die Gemüter in der Familie erhitzen

Der bekam es glücklicherweise nicht an den Kopf, obwohl Sandra dorthin zielte. Das Glas landete auf dem Teller, der in alle Einzelteile zersprang. Ihr Ehemann war entsetzt und wütend zu gleich, sprang vom Tisch auf und kam in großen Schritten auf Sandra zu. Er hob die Hand …

Diese und ähnliche Situationen kennen viele Familien. Die Stimmung ist gereizt, die Geduld ist am Ende und die Liebsten beginnen zu nerven. Familienkonflikte sind vollkommen normale Entwicklungsstadien, die sich im Zusammenleben entwickeln können. Hat man dann nicht die Möglichkeit sich aus diesen Situationen aus dem Weg zu gehen, weil eine Isolation vorhanden ist, kann aus einem Streit eine Eskalation werden. So im Fall von Sandra!

Konflikthäufigkeit in der sozialen Isolation nimmt zu

Wie im Fall von Sandra kann ein kleiner Auslöser reichen, damit die Fetzen zwischen Eltern und Kindern oder zwischen den Partnern fliegen. Die Konflikthäufigkeit hat in den Wochen und Monaten der Pandemie zugenommen und es entstanden immer mehr Streitigkeiten und Probleme.

Durch das stetige Zusammensein einer familiären Gemeinschaft, den neuen Herausforderungen und den Existenzängsten sind neuen Familienbilder entstanden. Eltern fühlten sich allein gelassen, zugleich aber permanent gefordert. An einen normalen Alltag, in dem Eltern einmal Paare sein können, war nicht mehr zu denken.

Soziale Isolation-Familienkonflikte entstanden durch Stress

Der Mensch ist ein „Herdentier“. Wir lieben es alle, mit unseren Familien gemeinsame Zeit zu verbringen. Genauso mögen wir Zeit für uns oder die Paarzeit. Zweisamkeit, Zärtlichkeiten und die zehn Minuten Ruhe am Tag waren durch Kinderbetreuung, Homeoffice und Homeschooling nicht mehr in den Alltag einzubringen. Diese neuen Herausforderungen haben Stress hervorgerufen, was wiederum das Konfliktpotenzial anhebt. Stress sorgt für den Anstieg des Adrenalinspiegels, was der Körper schnell nicht mehr kompensieren kann. Wir sind gereizt und wissen nicht mehr, wie wir uns ausdrücken sollen. Rationales Denken wird eingeschränkt.

Probleme der Familienkonflikte

Eheprobleme, Probleme mit den Teenagern oder den Kindern, Schwierigkeiten mit den Schwiegereltern- es gibt viele Ursachen für Familienkonflikte. Streitigkeiten zwischen den Familienmitgliedern sind normal. Kommt die soziale Isolation hinzu, ist man schnell genervt. Der Mensch braucht für eine gesunde Einstellung zur eigenen Familie unterschiedliche soziale Kontakte.

Durch die Pandemie konnte man diese Kontakte nicht pflegen und war mit den eigenen Familienmitgliedern alleine. Problematisch werden Familienkonflikte, wenn diese durch Gewalt ausgelebt werden. Um diesen vorzubeugen, kann man eine psychologische Familienberatung in Anspruch nehmen.

Psychologische Familienberatung als Lösung

Mit einer psychologischen Familienberatung können viele der Familienkonflikte schneller ausgearbeitet werden. Eine solche Beratung kann in Pandemiezeiten durchaus online stattfinden. Sie hilft, die Familienkonflikte an der Wurzel zu packen, aufzuarbeiten und die Lösungsansätze zu etablieren. Die psychologische Beratung kann Sie dabei unterstützen, den Kern des Problems zu erkennen und Familienkonflikte, Ehekonflikte oder andere Arten der Problematik zu lösen.

 

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