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Angstzustände

Tina Reinhardt

Angstzustände

Soziale Isolation als Auslöser für Angstzustände

Angstzustände können verschiedene Ursachen haben. Ein aktuelles Beispiel ist die soziale Isolation.

Doch wieso sollte Isolation Ängste auslösen? Das geschieht nur indirekt. Durch eine langanhaltende Isolation geraten Menschen in Lebensumstände, die zu Angst führen. Der Mensch ist ein geselliges Lebewesen. Wenn ihm die Nähe zu anderen Menschen langfristig genommen wird, führt dies oft zu Stress und Angst.

Einsamkeit kann dazu führen, dass Betroffene sich mit Problematiken aus der Vergangenheit auseinandersetzen müssen. Kommunikation mit Mitmenschen jedoch, kann einen Perspektivwechsel bewirken. In vielen Fällen schaffen psychisch belastete Personen es nicht, Probleme eigenständig zu bewältigen. Geteiltes Leid, ist halbes Leid, trifft bei vielen zu. Dafür braucht es Kommunikation, die über ein Telefonat hinaus geht.

Außerdem können die Ausgangsbeschränkungen der Corona Phase auch zu Ängsten führen, die sich um den Jobverlust drehen. Diese steigern sich möglicherweise bis in Existenzängste weiter.

Weitere Auslöser von Angstzuständen

Neben sozialer Isolation gibt es noch viele weitere Ursachen für Angstzustände.

So kann beispielsweise der Tod eines geliebten Menschen Trauer und Angstzustände auslösen. Die eigene Sterblichkeit wird einem mehr bewusst und das kann Ängste verursachen. Werde ich ein langes Leben vor mir haben? Wird mich mein Leben ausfüllen? Werde ich meinen Lebensweg bereuen? Diese und weitere Fragen können zu der Angst führen, im Leben Fehler zu machen oder gemacht zu haben.

Traumatische Erlebnisse, wie Krieg, Folter, Missbrauch, etc. können ebenfalls Ängsten hervorrufen und einen sozialen Rückzug begünstigen.

Panikattacken und Phobien

Mündet die Angst in einer Panikattacke, geschieht im Körper vieles auf einmal. Die Atmung wird unregelmäßig und der Mensch beginnt, zu hyperventilieren. Das Gefühl des Erstickens führt zu Todesangst. Taubheitsgefühle beginnen meist in den Lippen, ziehen sich über Hände und Füße und erstrecken sich in schlimmen Fällen über den kompletten Körper. Der Herzschlag beschleunigt sind. So schnell, wie sich eine Panikattacke hochsteigert, flaut sie auch wieder ab. Meist sind die Auslöser für diesen Angstzustand nicht gleich die Ursache. Diese ist dem Leidenden oft nicht bewusst.

Phobien sind ebenfalls eine weit verbreitete Angststörung. Diese äußern sich durch Ängste, welche irrational sind. Oft weiß der Betreffende, dass der Angstauslöser keine wirkliche Gefahr darstellt, aber er kann diesen Angstzuständen nicht entfliehen. Es gibt verschiedene Formen, wie beispielsweise Phobien vor Tieren, geschlossenen Räumen, Menschenmengen, usw.

Hilfe bei Angstzuständen

Wenn Angstzustände das alltägliche Leben negativ beeinflussen, ist es Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Es gibt verschiedene Methoden, um der Angst entgegenzuwirken. Hier kommt es auf die Art und den Auslöser der Angst an. Professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapie oder einer psychologischen Beratung kann unerlässlich sein.

Durch Konfrontation können Sie beispielsweise Phobien überwinden. Je öfter Sie Situationen meiden, welche Angst verursachen, desto bedrohlicher werden sie. Begeben Sie sich jedoch öfter in Angst verursachende Situationen, lässt die Angst automatisch nach. Allerdings ist das nicht ohne weiteres bei starken Phobien möglich. Die Konfrontation mit der Angst kann diese dann verschlimmern oder gar Schockzustände hervorrufen. Hier ist Feingefühl des Profis gefragt.

Bei Panikattacken ist es wichtig, in mehreren Sitzungen die Ursache der Angstzustände zu ergründen und diese zu bekämpfen. Eine begleitende Beratung, wie Sie während einer Panikattacke agieren, kann unterstützend helfen. Selten verschwinden Panikattacken über Nacht.

Angstzustände – diese professionellen Methoden helfen

Um professionell gegen Angst vorzugehen, gibt es beispielsweise die Möglichkeit, sich in Hypnose versetzen zu lassen. Betroffene werden in den Zustand der Tiefenentspannung versetzt, wodurch Angstauslöser umgedeutet werden können.

Auch können bestimmte Atem- oder Klopftechniken gegen Angst helfen. Durch die tiefe Atmung gelangt mehr Sauerstoff in den Körper und Emotionen können besser kontrolliert werden. Zudem hat die kontrollierte Atmung eine positive Auswirkung auf das Nervensystem.

Auch EMDR ist eine Möglichkeit, Ängste umzulenken.

Für alle Methoden ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie können sich nicht selbst therapieren.

Hilfe durch die Psychologische Beratung Reinhardt – PsyBeRe

Kontaktieren Sie mich bei Angstzuständen und gemeinsam analysieren wir, wie sich Ihre Angstzustände äußern, welchen Ursachen sie zugrunde liegen und wie ich Ihnen helfen kann. Ich stelle mich dabei auf Ihre individuellen Bedürfnisse ein. Möglicherweise benötigt es mehrere Lösungsansätze. Seien Sie offen und bereit, neue Erfahrungen zu sammeln.

Sie wollen mehr über Stressbewältigung wissen? Dann schauen Sie bei unserem letzten Artikel dieser Blogreihe vorbei: Soziale Isolation – Stressbewältigung
Im nächsten Artikel erfahren Sie mehr über mögliche Familienkonflikte während der Pandemie und der Ausgangsbeschränkungen: Soziale Isolation – Familienkonflikte

 

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