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Soziale Isolation – Stressbewältigung

Tina Reinhardt

Soziale Isolation – Stressbewältigung

Quarantäne kann psychische Folgen haben

Es gibt viele verschiedene Aspekte, die zu psychischer Belastungen führen können. Besonders soziale Isolation kann die Gesundheit aus dem Gleichgewicht bringen. Die Abgrenzung sorgt dafür, dass Betroffene ihren Sorgen, Angst- und Stress-Zuständen mehr Raum geben. Verschiedene Etappen im Leben können den Alltag völlig auf den Kopf stellen. Ein Beispiel dafür ist die aktuelle Krise. Die Eindämmung des Coronavirus hat bisher drastische Maßnahmen erfordert und die Angst vor einer neuen Infektionswelle ist allgegenwärtig. Durch die harten Maßnahmen verweilt eine Vielzahl der Arbeitnehmer seit Monaten im Homeoffice. Darüber hinaus sind einige Menschen in der Arbeitslosigkeit gestrandet und leben fortan ohne geregelten Tagesablauf und den täglichen Austausch mit den Kollegen. Das Virus stellt vor allem eine gesundheitliche Bedrohung dar. Die Angst vor einer Infektion erzwingt eine starke Einschränkung an sozialen Kontakten und treibt somit viele Menschen in die Einsamkeit.

Stress in sozialer Isolation – Gift für die Psyche

Seit Beginn der Pandemie rückt das Thema „soziale Isolation“ immer mehr in den Fokus, denn um das Virus einzudämmen, haben sich Kontaktverbote und Ausgangssperren als hilfreich erwiesen. Für die Psyche scheint dieser Zustand allerdings eine starke Belastung zu sein, sind doch soziale Beziehungen die Voraussetzung für eine innere Ausgeglichenheit. Folgen von Isolation können unter anderem Angstzustände und depressive Episoden sein. Auch Suchtverhalten kann durch die soziale Abgrenzung verstärkt werden.

Eustress und Distress

In Situationen, die unsere Psyche besonders belasten, reagiert der Körper mit der vermehrten Ausschüttung von Adrenalin und dem Stresshormon Cortisol. Durch den hohen gesellschaftlichen Druck und der dauerhaften Reizüberflutung, sind viele Menschen dauerhaft gestresst. Chronischer Stress ist ein neuzeitliches Phänomen und kann fatale gesundheitliche Folgen haben.

Jedoch muss Stress nicht zwangsläufig krank machen. Die positive Stressform Eustress kann sogar zu Höchstleistungen antreiben und äußert sich durch schnell abklingende Stressphasen. Einst der Urzeitmensch hat sich durch diesen Mechanismus aus bedrohlichen Situationen gerettet. Heutzutage sind immer mehr Menschen dem negativen Distress ausgesetzt. Dieser äußert sich durch verlängerte Stressphasen und stellt ein hohes Risiko für die psychische und physische Gesundheit dar. Körper, Geist und auch das seelische Wohlbefinden können über eine längere Zeit so stark belastet werden, dass die negative Stressform schließlich zu einem Burnout führen kann.

Wie gelangen Sie zu mehr Wohlbefinden?

Um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, gibt es viele verschiedene Methoden. Der eine findet durch eine Yogaeinheit seine innere Mitte, der andere entspannt bei einem guten Buch. Gesunder Schlaf und eine ausgewogene Ernährung können einen unterstützenden Effekt hervorrufen – Die Liste ist lang. Jedoch lässt sich kein Tipp pauschalisieren, denn jeder Organismus ist individuell. Wenn der Stress so belastend ist, dass einfache Alltagstipps keine Wirkung mehr zeigen, gibt es auch professionelle Möglichkeiten.

Professionell gegen Stress vorgehen

Bei Akupunktur gegen Stress werden von einem Therapeuten Nadeln an bestimmte Punkte am Körper gesetzt. Dadurch sollen Blockaden gelöst und ein ungehinderter Energiefluss erzielt werden. Die Ausschüttung der Stresshormone soll dadurch reduziert werden. Eine weitere Option ist die Atemtherapie. Durch rhythmisches Atmen soll ein Gefühl der Entspannung erreicht werden. Durch kontrollierte Übungen soll sich das Nervensystem wieder einpendeln und Blockaden sollen sich in Luft auflösen. Auch hier ist die Liste lang und geht von Autogenem Training bis hin zur chinesischen Heilmethode QiGong. Beim Autogenen Training handelt es sich um ein auf Autosuggestion basierendem Entspannungsverfahren. Die körperlichen, vegetativen Funktionen, wie z.B. der Pulsschlag oder die Atmung, werden in einen Ruhezustand versetzt. Bei QiGong hingegen, soll durch Bewegungsübungen, neue Lebenskraft gewonnen und das Wohlbefinden gesteigert werden. Diese und viele andere Methoden können den richtigen Umgang mit Stress erzielen. Wer jedoch die Ursachen bekämpfen möchte, sollte psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

Psychologische Beratung für mehr Ausgeglichenheit

Wir alle haben in unserem Leben schon viele Phasen durchlebt und wissen, dass es nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen gibt. Die Kunst besteht darin, nicht im Tief steckenzubleiben. Da jeder Organismus anders auf Stress reagiert, gibt es kein pauschales Mittel, um den negativen, psychischen Folgen zu entkommen. Nicht jeder besitzt die Stärke, um Probleme in Eigenregie zu lösen. Ebenso sieht nicht jeder in professionellen Heilmethoden die Lösung seiner Probleme. Unsere Psyche ist so komplex, dass wir sie oft selber nicht verstehen. Sie ist verantwortlich für gewisse Denkmuster und Verhaltensweisen. Um den Stress effektiv zu bekämpfen, ist es erforderlich, tiefer in die Materie einzutauchen. Psychologische Beratung kann Sie dabei unterstützen, wieder unbeschwert zu leben. Gemeinsam schauen wir nach Körper, Geist & Seele und suchen nach Strategien, die auf Sie und Ihre Situation angepasst sind. Wenn eine Methode nicht funktioniert, versuchen wir die nächste. Es gibt kein Allheilmittel, dass jedem hilft.

 

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